Das Kölner Lazarett erkämpft sich die nächsten 3 Punkte

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Die Vorzeichen standen personaltechnisch schon mal besser beim FCJ Köln Männervolleyball, sind aber im Verlauf der letzten Wochen keine Besonderheit gewesen, sondern momentan leider bittere Normalität. Wer vor der Saison noch über einen 16-Mann Kader gelächelt und gesagt hat, dass das doch nicht nötig sei, wird am Samstag Abend beim Primetime-Volleyball im Weidener Schulzentrum leicht verwundert geschaut haben. Bedingt durch Verletzungen und Krankheit standen lediglich 8 Spieler zur Verfügung, sodass aus Reihen der starken Jugendarbeit mit Till Korreck (im Bruderduell mit Ex-FCJ’ler Basti Korreck) und Niklas Henseler Verstärkung kam.
Nichtsdestotrotz hatte man sich vorgenommen im letzten Heimspiel des Jahres seine weiße Weste in heimischer Halle zu wahren und die unglückliche Niederlage in Lüneburg vor zwei Wochen vergessen zu machen.

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Freude nach dem erkämpften Heimsieg, trotz dezimiertem Kader.


Zu Gast war der PTSV Aachen, der zu den arrivierten Teams der Dritten Liga West gehört.
Coach Konstantin Wechsler schickte zum vierten Mal in Folge nahezu die selbe Starting-Six aufs Feld, hatte allerdings auch nur wenige Alternativen.
Trotz gutem Beginn in Satz 1 und zwischenzeitlicher 5-Punkteführung, zog Aachen vor allem in der Crunch-Time durch starke Aufschläge und eine geringere Eigenfehlerquote noch an den Kölnern vorbei.
Die Sätze 2 und 3 gingen jeweils zu -20 an die Heimmannschaft, da man es schaffte sich vor allem auf den starken Mittelblock der Aachener einzustellen und in der Lösungsfindung im Angriff wieder gewohnt stark agierte.
Der vierte Satz war bis zum Ende ausgeglichen bis das Spiel vermutlich leider durch eine unglückliche Aktion des Schiedsgerichts vorentschieden wurde und somit der fünfte Heimsieg verbucht werden konnte.

MVP wurde, kann man ihn noch als Interims-Außenangreifer titulieren (?), Christian Gosmann, der den Aachenern vor allem auf Grund seines krachenden Einerblocks zum Matchgewinn und einer 90%igen-Angriffsquote in Erinnerung bleiben dürfte.
Aachen hätte nach der guten Leistung durchaus mehr verdient als mit leeren Händen die Heimreise anzutreten.

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MVP´s Dirk Pietzonka (Aachen) und Christian Gosmann (Köln) zusammen mit unserem Partner Niklas Rademacher von V-Block.

Fazit: 3 Punkte und nach wie vor die Chance auf die Vize-Herbstmeisterschaft. 
Die nächsten beiden Wochen werden für den weiteren Saisonverlauf sehr zielgebend sein. Am kommenden Samstag geht es zum TV Hörde, den man in diesem Jahr auch schon aus dem WVV-Pokalhalbfinale kennt. Die Hörder Mannschaft ist bisher die einzige, die dem Tabellenprimus Lüneburg eine Niederlage zufügen konnte.
In der darauffolgenden Woche kommt es zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit zum Duell mit dem Zweitligaabsteiger Delbrück. Das Hinspiel vor wenigen Wochen konnten die Aufsteiger aus Köln knapp mit 3:2 gewinnen.

3. Liga: Entwicklung statt Stillstand; knappe Niederlage im rheinischen Derby

FCJ Köln - MVP Leonie Wienkämper (10)

Am Sonntag stand für die Drittliga Damen des FC Junkersdorf das rheinische Derby gegen den SSF Fortuna Bonn an und damit auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Im Pokal konnten die Kölnerinnen die Begegnung für sich entscheiden und waren hoch motiviert diesen Erfolg zu wiederholen.

FCJ Köln - MVP Leonie Wienkämper (10)Bereits beim Aufwärmen schwankte die Stimmung zwischen Sympathie und einer sich aufbauenden spielerischen Aggressivität gegen den Gegner. Doch war im ersten Satz nicht viel von der Aggressivität zu sehen. Bonn setzte die Kölner Annahme von Beginn an durch harte Aufschläge unter Druck. Zwei frühe Auszeiten von Trainer Florian Hannich stabilisieren zwar die Annahme, doch schaffen es die Angreifer nicht die Punkte am Netz für Köln zu verbuchen. Bonn spielt sich weiter in den Flow und entscheidet den ersten Satz deutlich mit 25:16 für sich.

Nun heißt es abhaken und weiter machen. Kölns Trainer Florian Hannich wechselt zum zweiten Satz radikal auf fast allen Positionen und ermöglicht dem Team so einen Neustart. Und der gelingt! Die Abwehr steht nun besser und auch am Netz setzen sich die Kölnerinnen mutig durch und gehen früh mit 7:2 in Führung. Vor allem Maren Beiderwellen stabilisiert die Annahme und hält gemeinsam mit Libera Kim Tao in der Abwehr den Angreifern den Rücken frei. Erst zum Ende des zweiten Satzes sind es die Bonnerinnen, die am längeren Hebel sitzen und den Durchgang mit 25:23 knapp für sich entscheiden.

Im dritten Satz sind es dann vor allem die Kölnerinnen, die den Gegner durch platzierte und harte Aufschläge und eine starke Block-Abwehr unter Druck setzen. Zwar beschert die Bonner Libera und spätere MVP Lina Adams ihrem Team eine beeindruckende Abwehrleistung, doch kommen die Angreiferinnen nicht an der Kölner Mittelblockerin Leonie Wienkämper vorbei. Köln schafft es bis zum Ende den Druck aufrecht zu halten und entscheiden den Durchgang verdient mit 25:21 für sich.

Nun scheint der Bann gebrochen und Köln will mit dem vierten Satz die Verlängerung im Tiebreak und somit die Chance auf zumindest zwei der rheinischen Punkte erzwingen. Variable Angriffe und gute Blockaktionen verschaffen Köln erneut eine frühe Führung. Das Team hat sich nun deutlich besser auf den Gegner eingestellt und hat die Angreifer in Block und Abwehr unter Kontrolle. Doch ist es am Ende die Bonner Mittelblockerin, die in der Crunchtime Mut beweist und fast jeden Ball in der Kölner Feldhälfte versenkt. Damit bleiben die entscheidenen Punkte zum Sieg in Bonn und leider auch die rheinischen Punkte für das Siegeskonto.

„Wir haben uns heute spielerisch stark entwickelt und gekämpft, trotzdem müssen wir in den entscheidenen Phasen noch mehr Druck machen und aggressiver spielen“ resümiert Trainer Florian Hannich das Spiel. Mit der Niederlage liegen die Kölnerinnen auf dem 11. Tabellenplatz und muss sich von nun an mit dem Abstiegskampf auseinander setzen.

Auf Augenhöhe im Spitzenspiel

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Nicht immer war die Abwehr der Junkersdorfer so geordnet wie hier. Am Ende steht nehmen die Herren vom FCJ einen Punkt mit nach Köln.

Der FC Junkersdorf ist das erste Team überhaupt, dem es gelungen ist, der SVG Lüneburg II einen Punkt abzunehmen. Die 2:3 Niederlage legte aber auch offen, warum die Lüneburger an der Spitze der 3. Bundesliga stehen. Nach einer 2:0 Führung des FCJ drehte die SVG auf, während Junkersdorf nachließ.

Dabei war der Start ins Spiel durchaus verheißungsvoll – trotz einer schwierigen personellen Situation. Dazu konnte Trainer Konstantin Wechsler die Reise in den hohen Norden nicht mitmachen, wodurch Sebastian Schnorr neben seinem Interims-Kapitänsamt auch als Trainer fungierte. Mit einer konzentrierten Leistung, besonders im eigenen Sideout, startete Köln in das Match. Lüneburg brauchte etwas, um in die Partie zu kommen. Bis Mitte des Satzes sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel, bis Junkersdorf gegen Ende die ersten Breaks setzen und den Satz für sich verbuchen konnte. Auch nach dem Seitenwechsel spielte der FCJ-Express weiter im Stile einer Spitzenmannschaft und ließ sich auch nicht von zwischenzeitlichen Rückständen beeindrucken.

Auch die Aufholjagd der Gastgeber – von 21:24 auf 25:24 – konnte Köln nicht beeindrucken. Mit 28:26 wurde auch dieser Satz gewonnen. Von dem Punkt an kippte das Spiel. Junkersdorf verlor peu a peu die Nerven und Lüneburg steigerte sich von Punkt zu Punkt. Der dritte Durchgang ging klar an die SVG, der vierte etwas knapper. „In der Phase verlieren wir das Spiel. Wenn wir einfach das weiter machen, mit dem wir bis dato erfolgreiche waren, gewinnen wir“, analysierte Schnorr nach der Partie.

Doch im Tiebreak meldete sich der FCJ zurück. Eine Aufschlagserie zum 4:0 zwingt Lüneburg früh zur Auszeit. Auch zum Seitenwechsel waren die Gäste weiter obenauf (8:5) – und blieben bis zum 13:10 vorne. Wie in der Folge ganze fünf Breaks noch an die Gastgeber gehen konnten, blieb vielen Junkersdorfern im Nachhinein ein Rätsel. Die Annahme wackelte und die Lösungen im Angriff waren nicht mehr so überlegt wie in der Phase davor. Mit einem Block beendete die SVG das Spiel und festigt seine Tabellenführer-Position.

Der FCJ nimmt als erstes Team einen Punkt mit aus einem Spiel gegen Lüneburg und bleibt ebenfalls voll dabei im Verfolgerrennen.

Stark gekämpft gegen Zweitligaabsteiger SF Aligse (1:3)

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Nach einer langen Phase der Auswärtsspiele durfte sich das Kölner Publikum nun endlich wieder auf ein Heimspiel der zweiten Damen aus Junkersdorf freuen. Es versprach schon vorher ein spannendes Spiel zu werden, da nun Absteiger und Aufsteiger erstmals aufeinandertrafen; und wie die Liga immoment spielt, kann jeder gegen jeden gewinnen. Trainer Hannich konnte daher seinen Spielerinnen deutlich die Aufregung nehmen, indem er vorher von einem Spiel sprach, in dem man „nur gewinnen konnte“.

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MVP Greta Günnewig (9) – Foto: Nina Zimmermann/Volleyballfreak

Trotzdem wollte die Nervosität auf der eigenen Seite anfangs nicht wirklich weggehen. Zwar hielten die Kölnerinnen gerade in der ersten Phase des Satzes gut mit aber nach einem 8:11 folgte schnell ein 11:22, was unter anderem dem starken Aufschlagspiel der Gegner geschuldet war. Auch der zweite Satz sah ähnlich aus. Anfangs konnten die Gäste noch durch variable Angriffe der Heimmannschaft und guter Blockarbeit zurückgehalten werden, aber Unkonzentriertheit und aufeinander folgende Individualfehler machten es schwer, weiterhin mitzuhalten (17:25). Nach diesen beiden Sätzen hätte wohl kein Zuschauer mehr an einem klare 0:3 für den SF Aligse gezweifelt. Doch mit einer derartigen Leistung wollte Hannichs Team die Punkte im Heimspiel nicht einfach abgeben. Und das zeigte sich im dritten Satz. Die Spielerinnen aus Aligse rechneten wahrscheinlich auch schon mit einem Sieg, doch präzise und druckvolle Aufschläge ließen einen frühen Vorsprung der Heimmannschaft zu. Durch den Satz hinweg schafften es die Gäste nicht, den Rückstand wieder aufzuholen. Vorne im Angriff schaffte es besonders Diagonalangreiferin und spätere MVP Greta Günnewig seit ihrer Einwechslung, den Ball immer wieder auf der gegnerischen Seite zu versenken. Kämpferische Aktionen in der Feldabwehr setzen zudem Grundlage für mögliche Punktgewinne. Nachdem die Heimmannschaft nun endlich im dritten Satz den Zuschauern das gewünschte Spiel bieten konnten, schlossen sie im vierten Satz daran an. Diesmal war es aber ein umkämpftes Spiel, welches von vielen Gleichständen geprägt war. Nach einem Satzball der Tiermaschinen fingen sich die Gegner jedoch wieder und behielten in den Crunch-Time den kühleren Kopf (26:28).

Zwar wäre natürlich am Ende mehr drin gewesen, aber dennoch zeigten sich die Junkersdorferinnen gegen den Absteiger aus der zweiten Liga durchaus in einem angemessenen Licht. Daher war eine Niederlage am Ende keine Schande, sondern besiegelt nur die Motivation für die nächsten Spieltage. Dann heißt es wieder „ran an die Punkte“, denn mit der jetzigen Platzierung geben sich Hannich und sein Team nicht zufrieden. Die Leistung von einigen Spielen zeugt nämlich davon, dass sich die Mannschaft durchaus in der 3. Liga sehen lassen kann. Dies wollen sie im nächsten Spiel gegen den SSF Bonn zeigen. Das Derby steht für die Junkersdorferinnen unter einem guten Stern, denn sie konnten bereits letzte Saison in einem Pokalspiel den Sieg mit nach Hause nehmen.

5-Punkte-Ausbeute beschehrt Platz 2

Sieg vs Lintorf

Nach dem zweiten gewonnen Satz gegen Delbrück schien eine beeindruckende Serie zu halten. Es wäre der vierte 3:0 Erfolg in Serie gewesen. So wurde es schließlich „nur“ der fünfte Sieg in Folge, am Ende eines erfolgreichen Wochenendes. Im ersten Spiel am Samstag gegen Mitaufsteiger Lintorf gab es den eindeutigsten Sieg der Saison. Die überforderten Gäste trafen auf ein mit höchster Konzentration agierenden FCJ, der in keinem Satz auch nur einen Hauch von Zweifeln aufkommen ließ.

Sieg vs Lintorf

Besonders erfreulich war die Leistung von Libero Christian Gosmann, der nach einer langwierigen Schulterverletzung erstmals wieder angreifen konnte und seine Sache sehr gut machte. Wie auch seine beiden Annahmekollegen Tim Burwitz, der Gosmann als Libero ersetzte und Kapitän Sebastian Schnorr. Aus diesem sehr sicheren Annahmeriegel verteilte Jan Ruetz die Bälle sehr variabel und seine Angreifer hatten zu keinem Zeitpunkt Probleme, sich gegen den Lintorfer Block zu behaupten.

Am Sonntag sollte mit Zweitligaabsteiger Delbrück eine kniffligere Aufgabe auf den FCJ warten. Das bewahrheitete sich in den ersten beiden Sätzen nur zum Teil. Köln machte dort weiter, wo sie gegen Lintorf aufgehört hatten. Im Sideout leistete man sich im Prinzip keinen Fehler, dazu konnten mit dem Aufschlag und der Feldabwehr immer wieder Breaks vorbereitet werden. „Schade, dass wir das Niveau danach nicht halten konnten“, ärgerte sich Trainer Konstantin Wechsler.

Dazu spielte die DJK jetzt besser ab dem dritten Satz, der deutlich an die Gäste ging. Enger verlor der FCJ-Express den vierten Durchgang, in den man sich hervorragend zurückgekämpft hatte. Am Ende wurden die Ballwechsel immer spannender und intensiver – mit dem besseren Ende für Delbrück. „Der Tiebreak war dann wieder wie der Beginn der Partie. Wir waren stets in Front und konnten uns irgendwann absetzen“, so Wechsler. Den ersten Matchball der Partie verwandelte der FCJ, der sich nach dem erfolgreichen Wochenende auf dem zweiten Tabellenplatz festsetzt.

3. Liga: Cloppenburg verkloppen gescheitert (1:3: -26, +13, +22, +18)

FCJ Köln II

Nach einem stark umkämpften letzten Spiel gegen den TV Hörde hoffte die Mannschaft aus Köln wieder auf weitere Punkte im Auswärtsmatch. Diesmal trafen die Kölnerinnen auf die schon seit Jahren erfahrenen Drittligisten des TV Cloppenburg. Erneut durften sich das Team auf der weiten Fahrt einen Stopp bei einer Familie einer Spielerin genehmigen. Dieses Mal bei den Eltern von Mittelblockerin Leonie Wienkämper, welche außerdem aufgrund starker Blockaktionen, die der Trainingsleistung vergangener Woche entsprachen, zur MVP gewählt wurde.

FCJ Köln II

FCJ Köln II

Bereits am Anfang in Druchgang Nummer 1 schaffte es Hannichs Team sich mit einem kleinen Vorsprung abzusetzen. Mit stabiler Aufschlagsleistung und guter Blockarbeit wurde die Heimmannschaft auf Abstand gehalten. Doch Cloppenburg schaffte es schnell den Block auszuspielen und konnte durch aggressive Angriffsaktionen Druck aufbauen. Am Ende war es nach einer Rücklage von 22:24 ein klarer Kopf, der den Domstädterinnen den ersten Satzpunkt sicherte. Im zweiten Satz wollte man an die kämpferische Leistung anknüpfen. Eigene Fehler und konstante Angriffe der Gegner hatten zur Folge, dass die Gäste in eine 10-Punkt-Rücklage gerieten. Nur schwer konnten die Mädels diesen Abstand wieder wettmachen. Die Köpfe wurden dennoch nicht hängen gelassen. Aber auch nach kurzen fehlerfreien Phasen, in denen die Fans auf Gleichstand hoffen durften, wurden wieder Punkte durch unkonzentrierte Aktionen abgegeben. Am Ende stand somit ein klares 13:25 fest. Ähnlich verliefen die beiden folgenden Sätze. Einige Wechsel und Angriffsumstellungen hatten keine Verbesserung zur Folge. Der Punktestand ließ in beiden Fällen keinen Zweifel an einer Niederlage. Annahme und Abwehr schafften es, durch schnelle Aktionen im Hinterfeld viele Angriffe der Gegner zu entschärfen und so Grundlage für einige Punkte zu legen. Leider zu spät, denn der Gegner war schon deutlich weggezogen. Dieses enttäuschende Spiel sollten die Kölnerinnen jetzt schnell abharken, denn nächste Woche geht es endlich wieder in eigener Halle gegen den nächsten Gegner. Fans dürfen sich am Samstag, den 09.11. um 19 Uhr auf eine heiße Schlacht zwischen den Galliern aus Aligse und den Kölner Tiermaschinen freuen!

3:0 Erfolg in Solingen

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Mannschaft und Fans feiern gemeinsam den 3:0 Erfolg in Solingen.

Der FC Junkersdorf marschiert. Mit dem zweiten 3:0 Erfolg hintereinander setzt sich der FCJ in der Spitzengruppe der 3. Bundesliga West fest und kann sich am nächsten Wochenende als erster Verfolger von Lüneburg in Stellung bringen. Beim Spiel in Solingen gaben sich die Kölner keine Blöße. Die Volleys hatten vor dem Spiel eine Satzbilanz von 0:15 – so nah an einem Satzerfolg wie im ersten Durchgang waren sie bisher aber wahrscheinlich noch nicht.

Der FCJ-Express startete verhalten in das Spiel, konnte sich zwar ein wenig absetzen, Solingen kämpfte aber tapfer und spielte mit wesentlich mehr Willen und Kampfgeist. Dazu zeigten die Gastgeber auch ein paar gute spielerische Ansätze und konnten sich Satzbälle erarbeiten. Letztlich drehte Junkersdorf den Satz aber noch zu seinen Gunsten – womit die Moral des Gegners gebrochen war. „Der Erfolg am Anfang war enorm wichtig. Danach konnten wir etwas befreiter spielen und Solingen glaubte nicht mehr so sehr an seine Chance“, sagte Trainer Konstantin Wechsler nach dem Spiel.

In den Sätzen zwei und drei erlaubte sich der FCJ nur noch eine kurze Schwächephase. „Ansonsten haben wir von da an im Großen und Ganzen okay gespielt und uns die drei Punkte expressis verbis verdient“, so Wechsler. Mittlerweile hat sich der FCJ-Express auf den dritten Platz gespielt, hinter dem TVA Hürth (mit einem Spiel mehr), die man allerdings noch überholen kann. Selbst überholt werden könnten die Kölner noch von Delbrück, die ein Spiel weniger haben. Passenderweise kann der FCJ das kommenden Sonntag im Spiel gegen Dellbrück selbst verhindern, zuvor geht es aber am Samstag gegen Lintorf.

Derby-Sieg und Pokal-Aus

Foto: SVG Lüneburg II
Foto: SVG Lüneburg II

Foto: SVG Lüneburg II

Nachdem dem letzten Punkt in Lüneburg war die Enttäuschung groß. Doch mit etwas Abstand lässt sich feststellen: Der FC Junkersdorf hat ein sehr gutes Wochenende gespielt und entwickelt sich Schritt für Schritt weiter weg von den enttäuschenden Leistungen in Aligse und Tecklenburg. Besonders die Moral, mit der man im Ligaspiel beim damaligen Tabellenführer TVA Hürth auftrat, macht Mut. Und zur Moral kam auch noch spielerische Qualität.

Besonders im ersten Satz überfuhr der FCJ den TVA in deren eigenen Halle vor tollem Publikum. Gegen die Block-Defense der Junkersdorfer fiel den Hürthern nichts ein. Dazu schlug Jan Ruetz, der sein erstes Spiel im blau-weißen Dress machte, sehr gut auf. Insgesamt zeigten die Gäste die reifere Spielanlage.

Das änderte sich auch nicht zu Beginn der Sätze zwei und drei – mit dem kleinen Unterschied, dass die Truppe von Trainer Konstantin Wechsler in der Satzmitte zwei längere Aufschlagserie der Hürther zuließ und so plötzlich in Rückstand geriet. Doch in beiden Durchgängen kämpfte sich der FCJExpress wieder heran – und konnte jeweils mit zwei Punkten Vorsprung die Sätze nach Hause bringen. Damit konnte der erste Auswärtssieg des FCJ in der 3. Bundesliga in den Analen der Volleyball-Welt verewigt werden.

Bereits in der Anmoderation der MVP Wahl (die goldene Medaille ging an Jan Ruetz) wurde auf das noch am gleichen Wochenende anstehende Highlight hingewiesen: das DVV-Pokal-Viertelfinale bei der SVG Lüneburg II am Sonntag. Es war zwar nur das Qualifikationsspiel, aber der Wille, die Spannung und phasenweise auch die spielerische Qualität wären einem Viertelfinale durchaus würdig gewesen.

Dabei fing das Spiel extrem bescheiden an. Lüneburg – gespickt mit vielen ehemaligen Bundesligaspielern – blockte extrem gut und machte im Angriff keinen einzigen Fehler. Angesichts der Leistung gehen an dieser Stelle fette Grüße raus an die United Volleys Frankfurt: Viel Spaß! Aber bereits im zweiten Durchgang (den man knapp verlor) fing sich der FCJ etwas. Manuel Harms lief sich im Angriff warm und Libero Christian Gosmann organisierte die Annahme hervorragend. „Ich ahnte schon, dass dieser zweite Satz ein Fanal sein könnte“, sagte Gosmann später.

Und tatsächlich: den dritten und den vierten Satz gewannen die Wechsler-Mannen nach großem Kampf jeweils ganz knapp. Das Highlight war eine Aufschlagserie von Ruetz im vierten Satz, der mit vielen druckvollen Aufschlägen (darunter zwei Assen) quasi im Alleingang den Tiebreak besorgte. Und auch dort spielte Junkersdorf weiter gut. Phasenweise blickte man in verdutze Gesichter auf der anderen Netzseite, mit einer derartigen Leistungssteigerung hatte keiner der Zuschauer gerechnet. Beim Stand von 8:5 wurden die Seiten gewechselt. In der Folge erhöhte Lüneburg das Risiko, schlug noch besser auf und blockte wieder besser.

Doch der FCJ blieb dran – bis zum 12:14, als die Ex-Bundesliga-Recken Matthias Pompe mit seinem Service und Rene Bahlburg mit dem Abschluss das Spiel beendeten. „Es ist sehr schade, dass wir nicht unser Highlightspiel gegen den Bundesligisten bekommen. Aber aus diesem Match können wir viel lernen und werden sicherlich einiges an Selbstbewusstsein mitnehmen. In dem Flow muss uns erstmal jemand schlagen“, kommentierte Wechsler das Marathon Wochenende.

3. Liga: Wichtige Hürde in Hörde übersprungen.  FCJ Köln Damen beenden Auswärtspleite mit einem 3:2 Sieg (+19,-22,-20,+17,-12)

Am vergangenen Sonntag führte es die Drittligisten des FCJ Kölns zu alten Bekannten. In Hörde sollte es ein spannendes Match zwischen den Aufsteigern aus der Regionalliga West geben. Auswärts musste sich das Team jedoch letzte Saison geschlagen geben und auch von den letzten Auswärtsspielen fuhren die Domstädterinnen ohne Satzgewinn nach Hause.

Großer Jubel auf Seiten der Kölerinnen

Großer Jubel auf Seiten der Kölnerinnen

Die Kölnerinnen starteten an jenem Nachmittag wie von Trainer Hannich verordnet fehlerfrei ins Spiel und führten das frühe Kopf-an-Kopf Rennen mit kleinem Vorsprung an. Ein ordentlicher Hänger  in der Annahme Mitte des ersten Satzes ließ die Gegner jedoch mit einigen Punkten in Führung gehen.  Am Ende konnte sich Hannichs Mannschaft zwar dann wieder fangen und Spielerinnen von der Auswechselbank schafften es, die Annahme zu stabilisieren. Am Ende fehlten jedoch die Punkte aus dem Ausfall zum Satzgewinn (19:25).

Druckvolle und gezielte Aufschläge in Druchgang 2 zwangen den TV Hörde den Annahmeriegel immer wieder umstellen zu müssen. Auch eine gute Blockarbeit machte den gegnerischen Angreiferinnen zu schaffen. MVP des Tages Anna-Lena Krüger konnte seit Einwechslung außer guter Blockarbeit auch energisch von eigener Seite aus angreifen. Ebenso taten ihr es die restlichen Angreiferinnen aus Köln gleich; oft fanden sie Lücken in Block und Abwehr, was zu vielen direkten Punkten auf dem Gästekonto führte (25:22).

Kämpferische Block- und Abwehraktionen prägten den dritten Durchgang und schnell ließen die Domstädterinnen die Heimmannschaft hinter sich, sodass am Ende des Satzes ein Siegpunkt gesichert war (25:20). Hannichs Vorstellungen von einem fehlerfreien Satzbeginn wurden im vierten Satz leider komplett überworfen. Obwohl gerade ein fehlerfreies Spiel Sicherheit in den Satz bringen sollte, so waren es dann viele Eigenfehler, die die Gäste in weiten Rückstand stießen. Zwischenstände wie 1:5 und 4:10 versetzte die Kölnerinnen aber nicht in Starre, sondern brachte Mut, der den Ausgleich zum 10:11 besiegelte. Trotz vieler Wechsel zog die angriffsstarke Mannschaft aus Dortmund dann aber wieder in deutliche Ferne. Wiedermal stand am Ende ein unglücklicher Satzverlust auf dem Spielbogen, sodass es in den Tie-Break gehen musste.

Die Kölnerinnen starteten mit viel Druck in den letzten Satz. Bei Seitenwechsel führte die Mannschaft mit einigen Punkten und konnte den Abstand bis zum Ende halten (15:12). Besonders ein einwechslungsreiches Spiel auf eigener Seite prägte dieses Duell und wiedermal erweist sich Hannichs Kader als sehr vielfältig.

Ein langes und spannendes Spiel lieferten sich die beiden Teams an diesem Nachmittag und die Kölnerinnen gingen verdient mit zwei Punkten nach Hause. Nun hatten sie ihr erstes Spiel in fremder Halle gewonnen, was viel Selbstbewusstsein und Motivation für die kommende Woche gibt. Denn auch dann führt der Weg wieder in die Ferne; dieses Mal nach Cloppenburg, wo die Damen am Sonntag, 03.11. auf drei sichere Punkte hoffen dürfen.