Umkämpfter Derbysieg gegen Hürth

Es dauerte ein paar Sekunden bis das traditionelle Jubelzeremoniell seinen protokollarisch vorgegebenen Lauf nahm. Gerade hatte Gäste-MVP Marcus Degener den letzten Ball ins Aus geschlagen und damit den 3:2 Sieg des FC Junkersdorf perfekt gemacht. Doch das Spiel hatte Kraft gekostet und es dauerte ein paar Sekunden länger, bis die ersten Siegestänze ihren Lauf nahmen. Die Zuschauer hatten ein packendes, spannendes und hochklassiges Spiel gesehen, mit sehr vielen langen Rallyes.

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Allrounder Tim Kreuzer bewieß sich besonders in den letzten beiden Sätzen in seiner Lieblingsrolle als Außenangreifer.

Und das von Beginn an. Hürth kam sehr gut rein in die Partie, führte bereits mit 10:5, ehe der FCJ immer näher heranrückte und den Satz noch umbiegen konnte. Das Spiel blieb auch im zweiten Durchgang eng. Bei den Gästen kam Patrick Hehmann für Moritz Burda in die Partie. Die Einwechslung sollte sich bezahlt machen, denn in den nächsten beiden Sätzen war Hürth obenauf. Junkersdorf verlor zeitweise etwas die Nerven und offenbarte an einigen Stellen auch zu wenig Punch im Angriff. Darunter litt dann auch der Aufschlag – viele direkte Fehler waren die Folge. Der TVA nutze die Unsicherheiten aus und drehte das Spiel zum 2:1.

Mit Beginn des vierten Satzes änderte sich die Einstellung des FCJ. Die wesentlich positivere Grundstimmung übertrug sich auch auf die spielerischen Elemente. Besonders die beiden Außenangreifer Sebastian Schnorr und Tim Kreuzer konnten sich nun immer häufiger durchsetzen. Mt dem 25:22 Satzgewinn konnte der Tiebreak erzwungen werden.

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Und wieder ist es Abwehrchef Christian Goßmann, der mit der MVP-Medaille ausgezeichnet wurde.

Und spätestens jetzt hielt es nur noch wenige der zahlreichen Zuschauer auf ihren Sitzen. Immer wieder sorgten viele Abwehraktionen auf beiden Seiten für lange Ballwechsel, dabei tat sich besonders MVP Christian Gosmann hervor.

Im Gleichschritt näherten sich beides Teams der 15-Punkte-Zielmarke, die – wie sollte es anders sein – bei so einem intensiven Spiel natürlich überschritten werden musste als mit dem Punkt zum 18:16 ein langer Derby-Abend zu Ende ging. „Es spricht für unsere Nerven und für unseren Mut, dass wir die letzten vier Tiebreak-Spiele alle gewinnen konnten“, sagt Sebastian Schnorr nach dem Spiel. „Es sagt aber auch, dass wir es noch nicht schaffen, konstant gut zu spielen.“

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